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Jahresfeste

Unser Gruppengeschehen richtet sich am Kreis der Jahresfeste aus. So bekommt das Jahr einen festen Rythmus. Die christlichen Feste bilden dabei die Höhepunkte und sind auch Abschluss einer jahreszeitlichen Stimmung.

Die Feste sind ein unumgänglicher Bestandteil im Leben mit den Kindern. Es sind die Festzeiten im Jahreslauf, die uns einatmen lassen, die die Möglichkeit geben sich zu besinnen. Das geschieht mit großer Ehrfurcht und Hingabe.

Unser Kreis der Jahresfeste

St. Michaelstag

Wenn die Erntezeit naht, beginnt auch in den Reigenspielen das Erntegeschehen. Die Kinder bringen Früchte und Gemüsegaben mit und schon bald backen wir das Michaelibrot aus dem selbst gemahlenen Mehl. Dann beginnt der Übergang von der leuchtenden zur dunkleren Jahreszeit. An dieser Schwelle liegt der 29. September, der St. Michaelstag. Michael trägt, wie die folgenden Feste auch, bildlich dazu bei, Weihnachten vorzubereiten, denn es bedarf eines wachsenden Bewusstseins um das Böse erkennen zu können und mit Kraft und Mut zu überwinden. Der Erzengel Michael ist ein Bild dafür. An diesem Tag ziehen wir  mit den Kindern singend durch einen abgedunkelten Gang, an dessen Ende ein heller, leuchtender Raum zu erkennen ist. Dort angekommen sehen die Kinder die Prinzessin auf einem geschmückten Thron. Jedes Kind darf zu ihr gehen und bekommt, begleitet von einem Spruch, seine Michaeli-Krone. Mut gehört dazu, diesen Gang zu gehen. Wenn alle Kinder ihre Krone tragen, hören wir die Geschichte vom “Stierlein” und verlassen dann singend diesen Raum. Oft hören wir die Kinder dann sagen: “Wir waren bei einer echten Prinzessin”. Anschließend essen wir an einer großen Fetstafel und die ersten Kerzen brennen in dieser Zeit.

 Laternenfest

Die Sonne scheint nun immer schwächer, aber sie “schenkt uns ein wenig von ihrem Licht” und wir finden es dann in unseren Laternen wieder. In dem Puppenspiel vom “Laternenmädchen” können die  Kinder dies sehen und miterleben. Es wird jedes Jahr zu unserem Laternenfest gespielt.

St. Martin

St. Martin will uns mit seiner Tat, indem er seinen Mantel mit einem Bettler teilt, ein Bild für die Opferbereitschaft geben. Dieses Motiv klingt im Kindergarten in den Martinsliedern mit an und wird dann in der Tätigkeit im Teilen der Monden-Hörnchen umgesetzt.

Adventsgärtlein

Nun rückt die Adventszeit immer näher, es ist draußen dunkler geworden. Wir alle brauchen jetzt das Licht “innen”. Der Erwachsenen kann sich dies bewusst machen, die Kinder brauchen auch hier erst einmal ein Bild für diesen Weg. Das “Adventsgärtlein” zeigt den Kindern diesen Weg. Es führt sie nach innen, zu einem großen, hellen Licht und trägt es hinaus um die Dunkelheit mit seinem Licht zu erhellen. Jeder kann somit dazu beitragen, das es in der Welt heller wird.

St. Nikolaus

In den nächsten Tagen warten wir mit großer Spannung auf den St. Nikolaus. Er wird mit dem Lied “Aus hohem Wolkenschlosse” von den Kindern begrüßt. Er hat einen blauen Mantel, trägt einen goldenen Stab und ein goldenens Buch. Er macht einen ehrwürdigen Eindruck. St. Nikolaus erzählt von Marias Sternfahrt, und das alle Kinder mit ihren Gedanken, Worten und guten Taten mithelfen können, dass es Weihnachten werden kann.

Weihnachtsfest

Nach St.Nikolaus spielen wir jeden Tag das Weihnachtsspiel. Gerne schlüpfen die Kinder in diese Rollen und nehmen so jedes Jahr aufs Neue dieses Ereignis in sich auf. So endet unsere erste Kindergartenzeit und die Kinder gehen voller freudiger Erwartung auf ihr größtes Fest, dem Weihnachtsfest zu. Was ja dann mit vielen Lichtern an dem Tag gefeiert wird, wo die Sonne ihren tiefsten Stand überwunden hat.

Heiligen Drei Könige

Das neue Jahr hat begonnen und die Kinder kommen zurück in den Kindergarten. In unserer Erinnerung liegt noch die Adventszeit, das Krippenspiel, Weihnachten, warme gemütliche Atmosphäre, Kerzen. Jetzt finden die Kinder auf dem Jahreszeitentisch die Krippe mit den heiligen drei Königen. Über längere Zeit spielen wir nun das Spiel der heiligen drei Könige.

Mariä Lichtmeß

Zu Mariä Lichtmeß, am 2. Februar sind auch sie verschwunden. Die Weihnachtszeit ist zu Ende und es geht wieder hinaus “ins”  Jahr. Die Lichtverhältnisse ändern sich. Ein alter Spruch, nach dem sich besonders die Handwerker richten, bringt dies zum Ausdruck.

“Maria bläst`s Licht aus,
St. Michael zündet es wieder an.”

Auch wir sind nun wieder sparsamer mit dem Kerzenlicht. Wenn wir mit den Kindern hinausgehen und nach unseren Beeten schauen, sehen wir, dass die Zwiebeln, die wir im Herbst ins “Erdenbeet” legten, schon kleine grüne Nasen bekommen haben. Die ersten Vorboten des nahenden Frühlings sind da. Im Reigen kommen aber auch noch die Eisriesen hervor, die versuchen, das aufkeimende Leben wieder absterben zu lassen.

Faschingszeit

Nun beginnt die Faschingszeit. Die Kinder dürfen sich verkleiden und im großen, bunten Umszug vertreiben wir mit Glocken, Rasseln und Trompeten den Winter, um die Blumen hervorzulocken. Die kommen auch schon bald, denn die Sonne wärmt mit ihrem Licht nun immer stärker die Erde. Dort, wo im Advebt die Krippenlandschaft aufgebaut war, wird bald die Osterwiese gesät.

Ostern

Ganz behutsam legt jedes Kind ein paar Körner in das “Erdenbeet” und deckt sie zu. Jeden Tag wird gegossen und jeden  morgen schauen die Kinder nach den ersten grünen Spitzen. In dieser Tätigkeit erleben die Kinder durch ihr Tun etwas, was sie erst viel später richtig “verstehen” können. Zu Ostern gehören das Suchen, Finden, Sehnsucht und Erfüllung.

Himmelfahrt und Pfingsten

Diese nachösterliche Atmosphäre ist voller sichtbarer Naturereignisse: Wärme, Licht, Blütenduft, Vogelgezwitscher, Vogelpflug und die eindrucksvollen Wolkenbilder. Alles dies zusammengefasst klingt auch in unseren Sprüchen, Liedern und Märchen wieder. Da der Flug der Taube als versinnbildlicher Ausdruck des Himmels empfunden wird, spielt sie um Pfingsten herum bei uns im Kindergarten eine große Rolle.

Der Sommer, die Wärme, das Licht zieht uns immer mehr “hinaus”. Zum Glück haben wir einen großen Garten, wo Sandspiele, Stelzenlaufen, Seilchen springen, Wasserspiele, Gartenarbeit und vieles mehr möglich ist.

Sommerfest

An dieser Stelle liegt das Sommerfest für Eltern, Kinder und Freunde mit vielen Spielen im Freien.

Johannitag

Im Volksmund sagt man heute noch: “Mit dem Johannitag wendet sich das Blatt”. Die Tage werden allmählich wieder kürzer. Die Sommerferien stehen vor der Tür, die “Schulkinder” sind von uns allen verabschiedet und mit einem buntgeschmückten Bollerwagen zur Schule gebracht worden, damit sie den “neuen Weg” auch finden. Die Verantwortung haben wir somit den Lehrern übergeben. Ein neuer Abschnitt für die Kinder, aber auch für die Eltern beginnt!

Somit schließt sich der Jahreskreislauf

Nach den Sommerferien kommen andere Kinder in die Gruppe und der Lauf durch das Jahr beginnt von neuem. Fast alle unsere Kinder besuchen den Kindergarten drei Jahre und es ist mmer wieder interessant beobachten zu  können, wie rhytmische Wiederholungen das Empfinden stärken und das Wollen kräftigen. Denn es geht hier nicht nur um gefühlsmäßige Stimmungen, die wahrgenommen werden, sondern  um erlebte Tätigkeit.

 

 

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