Waldorfkindergarten Bochum Langendreer

Alle helfen mit, das Pony zu fangen

Bauernhofausflug zur Erntezeit – Erfahrung mit allen Sinnen (Artikel in den Ruhr-Nachrichten vom 09.10. und in der WAZ vom 22.10.2009)

Ein unwiederbringliches Erlebnis war für die Kinder des Waldorfkindergartens aus Bochum-Langendreer der Ausflug auf den Trantenrother Hof in Witten. Mit allen Sinnen konnten die Kinder die Natur und die Arbeit auf dem Bauernhof erleben.

Nach einem langen Fußmarsch und einem herrlichen Picknick in der Natur durften die Kinder in die Ställe gehen. Im Hühnerstall wurde dabei das ein oder andere Ei gefunden. Der Bauer Bert Schulze-Poll erklärte mit Leipziger Dialekt und viel Humor, dass nicht jedes Ei ein Ei bleibt. Denn mit der nötigen Wärme wächst aus einem Ei ein Küken.

Ein besonderes Erlebnis war es, ein echtes Huhn streicheln zu dürfen. Da streckten sich dem Huhn schnell die Kinderhände entgegen. Vielen Kindern ist die Begegnung mit Tieren nicht mehr selbstverständlich. Deshalb sieht es der Kindergarten als seine pädagogische Aufgabe an, den Kindern die Natur und die Tiere zu vermitteln. Der Herbst mit seiner Vielfalt ist dafür immer eine schöne Jahreszeit.

Bei unserem Ausflug gab es jedoch nicht nur die Hühner, sondern auch noch eine große Gänseherde, viele Schweine, Ziegen, Kaninchen, ein Pferd mit Sonnenallergie, ein Pony und Kühe zu sehen. Hund und Katze dürfen auf einem Bauernhof natürlich auch nicht fehlen. Im Schweinestall legten sich die 8 Wochen alten Ferkel sogar auf den Rücken um sich streicheln zu lassen.

Besonders begeistert waren die Kinder auch von der riesigen Blumenwiese, auf der sie nach Herzenslust Blumen pflücken und laufen konnten. Elke Eschert, Erzieherin im Waldorfkindergarten sagte: „Eigentlich reichte den Kindern schon diese wunderbare Wiese zum Spielen, wir hätten auch den ganzen Tag dort verbringen können. Die strahlenden Gesichter der Kinder waren eine Freude.“ Auf dem Gelände war auch eine 3. Klasse der Rudolf Steiner Schule mit der Saatvorbereitung auf dem Feld beschäftigt.

Eine Mutprobe der besonderen Art gab es noch zum Schluss. Das Pony hatte sich unter dem Zaun davongeschlichen. Da brauchte der Bauer Schulz-Poll die Hilfe unserer Kinder um das Pony wieder einzufangen. Mit roten Wangen, glänzenden Augen und müden Beinen machten wir uns schließlich auf den Rückweg. Der Trantenrother Hof arbeitet seit 1976 nach den biologisch-dynamischen Demeter-Richtlinien. Zum Hof gehört auch ein Hofladen, indem die Produkte des Hofes und weitere Produkte gekauft werden können. Eine tolle Gelegenheit das Leben auf dem Bauernhof kennen zu lernen.

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